Notiz, 31.01.23

So, das erste Manuskript meines Krebsberichtes mit Exposé und Vita ist mit der Post auf dem Weg zum Verlag. Tatsächlich alles in Papierform, vom Manuskript nicht nur 30 Seiten Leseprobe, sondern das gesamte Teil. Vom Verlag so gewünscht, ist selten heute.
Das Manuskript ging an einen Verlag mit Sitz in Karlsruhe, der auch Autobiografien im Programm hat. Schauen wir mal was passiert.
Wäre schön, ich bekäme den Text bei einem Verlag unter, wenn ich es mit BoD (Books on Demand) selbst verlegen würde, wären die Kosten für das Lektorat recht hoch.

In diesem Sinne

Rainer

Kurzrezension zu „Steirerkind“

Im Fernsehen habe ich verschiedentlich Krimis gesehen, die in der Steiermark spielten. Es waren Verfilmungen der Kriminalromane von Claudia Rossbacher, einer österreichischen Autorin. Die gefielen mir alle ausnehmend gut. Und so dachte ich, es sei mal an der Zeit einen der Kriminalromane auszuprobieren. Ich entschied mich für »Steirerkind«. In dem Kriminalroman wird der Trainer der österreichischen Herrenskiteams ermordet. Ein prominenter Rennskiläufer gerät unter Verdacht.
Die Geschichte fing gut an, es war jedoch schnell zu erkennen, dass der in Verdacht geratene Skiläufer nicht der Täter ist. Die Geschichte verlor sich leider in einer Unmenge von Verdächtigen, deren Alibis zu überprüfen waren. Leider war immer von vernherein irgendwie klar, dass keiner der Verdächtigen der Täter gewesen sein konnte. Machte die ganze Sache etwas langweilig. Dazu kam noch ein sexistischer Ermittler, ein Unsympath in Person, der mir das Ganze verleidete. Sechzig Seiten vor Schluss wollte ich eigentlich aufhören, las das Buch dann aber doch zu Ende. Ich sollte mich fragen, warum ich so lange an Texten dranbleibe und nicht früher aussteige.

In diesem Sinne

Rainer

Kurzrezension: „Der Junker von Ballantrae“ von Robert L. Stevenson

Kürzlich berichtete ich, dass ich »Der Junker von Ballantrae« von Robert Louis Stevens lesen will, um noch einen Versuch mit dem Autor zu starten. Ich habe 25% (kann man gut auf dem Reader sehen) des Textes gelesen und dann das Buch vom Reader gelöscht. Das hat gereicht. Ich fand den Text zwar ansprechender, sogar lebendiger als bei »Dr. Jekyll und Mr. Hyde«, doch hat die Geschichte selbst nicht mein Interesse geweckt. Die Kapitel auf der der Junker auf ein Piratenschiff gerät fand ich ganz ansprechend. Doch wie er dann in der nordamerikanischen Wildnis auf Indianer stößt, hat mich nur gelangweilt. Da war ich auch schon länger aus dem Text ausgestiegen und habe nicht mehr recht kapiert, was eigentlich so passiert. Okay, der Versuch war es wert.
Stevenson hat auf jeden Fall weiterhin meine Hochachtung, denn »Die Schatzinsel« ist für mich das beste Buch, das ich je gelesen habe.

In diesem Sinne

Rainer

Enttäuschter Leser

Vor Kurzem habe ich mir die Erzählung von Robert Louis Stevenson »Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde« zugelegt. Ich wollte es schon immer mal lesen, da ich von der »Die Schatzinsel« von Stevenson so begeistert war. Ebenfalls habe ich »Entführt – Die Abenteuer des David Balfour« und »Catriona« (Fortsetzung von »Entführt)« von dem Autor gelesen. Begeisterte mich jedoch nicht so wie die Seeräubergeschichte, denn bei »David Balfour« hatte Stevenson eine sehr langatmige Erzählweise gewählt und ich kam auch der Hauptfigur nicht näher. Sie blieb mir fremd.
Mit dem „Dr. Jekyll“ nun ging es mir genau so. Eine sehr langatmig geschriebene Erzählung mit ellenlangen, schachtelartigen Sätzen, die mich nur quälten. Das Buch hatte nur 107 Seiten, bis Seite 87 bin ich gekommen, dann habe ich es zur Seite gelegt. Habe kein Interesse daran, wie die Geschichte endet. Ich muss mich ja nicht quälen.
Ich will aber trotzdem noch einen Versuch mit Stevenson machen und habe mir »Der Junker von Ballantrae« als ebook heruntergeladen. Ist kein großes Risiko, Kosten nur 0,99 €.
Ich hoffe eben immer noch, ich bekomme sowas wie die »Die Schatzinsel« nochmals in die Hände. Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt.

In diesem Sinne

Rainer

Die Schreibpausen

Hallo,

wie ich ja schon berichtete läuft es mit dem Schreiben meines Krimis momentan ganz gut. Ich schreibe ja nicht den ganzen Tag, sondern lege auch Schreibpausen ein. Was mache ich denn dann? Wie sich sicher jeder denken kann, lese ich natürlich auch. Und was? Naja, in erster Linie Krimis. Gerne nach dem Mittagessen auf der Couch, mit einem anschließenden Schläfchen.Da schließt sich dann meist ein längerer Spaziergang an, heißt Minimum eine Stunde marschieren. Morgens habe ich meist schon fünfzig Minuten auf dem Ergometer hinter mich gebracht. Diese tägliche Bewegung ist nötig um meinen Diabetes ohne Medikamente auf Linie zu halten.
Trotzdem bleibt noch freie Zeit. Letztes Jahr habe ich mich mit Sperrholzarbeiten beschäftigt. Einigen Weihnachtsschmuck für den Eigenbedarf, einige Schwibbögen zum Verschenken. Das ist aber jetzt irgendwie ausgereizt, ich will nicht im Sperrholzmüll versinken. Als Ergotherapeut musste ich ja in meinem Arbeitsleben, den Patienten einiges an kreativer Werkarbeit anbieten. Da fiel mir ein, dass mir damals das Brandmalen ganz gut gefallen hat. Also habe ich mir mal das Werkzeug und Material dazu beschafft und vergnüge mich nun damit. Vielleicht hält das Interesse das Jahr über an. Nächstes Jahr könnte ich vielleicht Peddigrohrkörbe flechten oder auf Seide malen. Ich würde ja gern größere Holzarbeiten machen oder schnitzen. Da fehlt mir aber der entsprechende Werkraum. Also bleibst bei den kleineren Sachen.

In diesem Sinne

Rainer

Soll ein Kalender werden.

Für die kleine Enkelin.

Für den Schwiegersohn (Jäger).

Der Anfang ist gemacht …

Hallo,

ich habe mir heute mal meine Personenliste meines Krimis vorgenommen und sie studiert. Den Plot und die ersten vier Kapitel, die ich schon geschrieben hatte, habe ich gelesen. Hörte sich ganz gut an. Toll war aber, dass ich direkt zwei gute Ideen hatte, wie ich mit dem Plot weiterkomme. Werde auch gleich mal das fünfte Kapitel anfangen. Muss den Motivationsschub direkt nutzen.
Wenn das kein guter Anfang ist, dann weiß ich nicht …

In diesem Sinne

Rainer

Krimiprojekt

Hallo,

das Exposé habe ich bis auf eine DIN-A4-Seite gekürzt. Es ist noch aussagekräftig genug. Heute habe ich es einer befreundeten Lektorin zugeschickt, die es bearbeiten soll. Wenn schon das Manuskript, was ich den Verlagen zuschicke, Fehler enthält (ist nicht zu vermeiden), soll wenigstens das Exposé absolut in Ordnung sein.
Bis auf das Versenden an die Verlage ist das Projekt nun beendet. Insgesamt hat es neun Monate gedauert.
Stellte sich die Frage »Was nun?«. Bis ich mit meinem Krebsbericht begann, schrieb ich an einem Krimimanuskript. Figurenerstellung war beendet, der Plot schätzungsweise bis zur Hälfte geschrieben, drei Kapitel waren schon fertig, als ich mit dem Plot nicht mehr weiterkam. Habe das Projekt Anfang letzten Jahres auf Eis gelegt. Ich denke, es ist an der Zeit es aufzutauen und weiterzumachen. Wäre schade um die bisherige Arbeit, wenn ich den Krimi in der Versenkung verschwinden ließe.
Das heißt, ich werde all das was ich dazu schon zu »Papier« gebracht habe, lesen müssen. Ich hoffe, dass das den Anstoß für einige Ideen gibt, was den Plot betrifft.

Falls jemand meint, ich sollte erst mal eine kreative Pause einlegen, so kann ich nur sagen, dass das nicht geht. Ich bin vom Schreiben zu besessen.

In diesem Sinne

Rainer

Notiz, 01.01.23 (Neujahr)

Ich habe heute mein Exposé zu Ende geschrieben. Es besteht aus insgesamt dreieinhalb DIN-A4-Seiten. Deutlich zu lang. Ich habe mir drei Verlage ausgeguckt, an die ich mein Manuskript schicken möchte. Ein Verlag möchte 2-3 Exposéseiten, der andere 2 und ein Verlag nur 1 Seite. Also geht es jetzt ans Kürzen. Ich hoffe, es gelingt, ohne dass die Aussagekraft darunter leidet.

In diesem Sinne

Rainer

Silvester 2022

Diesen Silvesterabend verbringen meine Frau und ich, wie meist, bei einem befreundeten Ehepaar. Es wird, wie meist, Raclette geben und wir werden, wie meist, ein Spiel spielen. Ich liebe Traditionen.

Die folgende kleine Geschichte schildert eine Silvesterfeier aus den 60er-Jahren mit meiner Familie. Viel Spaß damit.

Ein feuchtfröhliches Silvester

Als ich noch ein Kind war, wurde Silvester traditionsgemäß im Haus meiner Großeltern gefeiert. Alle Verwandten wurden zu diesem Fest eingeladen.Für das Essen waren meine Großeltern zuständig, für die Getränke mein Patenonkel, der mit Frau und Sohn ebenfalls im Haus wohnte. Für etwaige Feuerwerkskörper waren die jeweiligen Sippenteile selbst verantwortlich. Meinem gleichaltrigen Cousin und mir war natürlich das Feuerwerk das Wichtigste. Mein Patenonkel ging mit uns Kindern vormittags in den ortsansässigen Schreibwarenladen, der diverse Feuerwerkskörper anbot. Hier durften wir Kinder uns Knallfrösche, Ladykracher, Knallerbsen und Wunderkerzen aussuchen, die wir zum Jahreswechsel unter Aufsicht einer unserer Onkel abbrennen durften.
Nachmittags gab es bei meiner Großmutter zum Kaffee die „Neujahrswecken“, zum Zopf geflochtenes Hefegebäck, auf das ich mich immer sehr freute. Das Besondere daran war, das dieses Gebäck tatsächlich auch nur „Zwischen den Jahren“ von den hiesigen Bäckern angeboten wurde. Die Neujahrswecken durften also an Silvester nicht fehlen.
Mein Großvater bereitete nach dem Kaffee die obligatorische Ananasbowle vor, die er, wie ich erst in späteren Jahren durch eigenen Genuss erfahren sollte, reichlich mit Schnaps anreicherte. Wohl mit ein Grund, weshalb es abends zu dem Ereignis kam, das dieses Silvester für mich zu etwas Unvergessenem machte.
Vorher hatte er uns Kinder, wie jedes Jahr, mit der Nachricht überrascht, dass er im Dorf jemand getroffen habe, der so viele Nasen im Gesicht gehabt hätte, wie das Jahr noch Tage hatte. Dass wir mittlerweile in einem Alter waren, mein Cousin und ich waren acht Jahre alt, dass uns diese Nachricht nicht mehr irritierte, störte ihn nicht. Tradition war für ihn eben Tradition.
Gegen Abend waren dann alle Gäste eingetroffen und das Fest konnte beginnen. Das sah dann so aus, dass die Herren der Schöpfung hauptsächlich Bier und diverse Schnäpse tranken. Die Bowle war den Damen vorbehalten, obwohl von den Erwachsenen wohl jeder wusste, dass sie ordentlich mit Kornschnaps versetzt war. War wohl trotzdem nichts für Männer.
Man unterhielt sich angeregt, Witze wurden erzählt, Salzstangen gegessen und fleißig geraucht. Kurz bevor es Essen geben sollte, wurden alle durch einen lauten Knall aufgeschreckt. „Oh, mein Bier!“, rief mein Vater, stürzte in die Küche um den mit Kohle beheizten Küchenherd zu öffnen. Er hatte eine Flasche Bier, die er, um sie zu kühlen, vorher ins Eisfach des Kühlschranks gelegt hatte, dort vergessen und sie dann als gefrorenen Eisklumpen in den Herd gelegt. Nun hatte sie sich, wiederum vergessen worden, durch Zerbersten in Erinnerung gebracht. Es gab ein allgemeines lautes Hallo über dies Ereignis und mein Vater war der Held des Abends. Wenigstens bis dahin.
Kurz vor zwölf Uhr gab es dann das Silvesteressen, traditionell in unserer Familie bestehend aus Fleischwurst, Kartoffelsalat, Hackfleisch mit Zwiebeln und Brötchen.
Hier war dann zu erkennen, dass auch meine Großmutter schon einiges von der Bowle intus hatte, denn als sie den Kartoffelsalat servierte trug sie als Schmuck einen Kringel Fleischwurst um den Hals. Dies steigerte die Stimmung der Allgemeinheit um ein Weiteres.
Kurz vor zwölf wurden die Sektgläser hervorgeholt und der Sekt eingeschenkt. Wir Kinder bekamen hellen Zitronensprudel im Sektglas. Die letzte Minute des Jahres wurde auf der Uhranzeige im Fernseher gespannt verfolgt, Punkt 24 Uhr ertönte von allen Seiten ein „Frohes neues Jahr!“, man stieß mit den Gläsern an, Küsschen wurden verteilt und die männlichen Gäste begaben sich ins Freie um das „Neue Jahr“ mit Feuerwerk zu begrüßen.
Wir Kinder zündeten Wunderkerzen an, ließen Knallfrösche explodieren und warfen unsere Knallerbsen. Gleichzeitig versuchten wir, das Feuerwerk der Erwachsenen im Auge zu behalten.
Meine Großmutter stand mit meinen Tanten auf der Treppe, die zum Hof führte, und bestaunte das Geschehen. Mit vielen „Ahs“ und „Ohs“ wurden die explodierenden Raketen am Firmament bewundert, die Stimmung war tatsächlich auf dem Höhepunkt.
Mein Patenonkel, ein passionierter Feuerwerker, hatte seine gesammelten Explosionsgerätschaften in einem Karton untergebracht, den unterhalb der Treppe deponiert hatte. Infolge des überreichen Angebotes an Alkoholika hatte wohl auch mein Patenonkel seinen entsprechenden Grenzwert erreicht und war feinmotorisch nicht mehr ganz auf der Höhe, kurz gesagt ein Knallfrosch oder ein anderer Explosionskörper fiel ihm in seinen Karton, die ganze Chose entzündete sich und machte sich selbstständig. Es knallte, blitzte, röhrte, heulte, pfiff und krachte. Glücklicherweise konnten sich alle Personen, die sich im unmittelbaren Gefahrenbereich befanden, in Sicherheit bringen.
Das Erstaunliche war jedoch, dass trotz der lauten Explosionsgeräusche, ein menschlicher Ton die Oberhand behielt. Lautes Lachen war zu hören, ein Lachen, das alles übertönte. Es war das Lachen meiner Großmutter, die oben auf der Treppe stehend, inmitten ihrer Töchter, sich auf die Oberschenkel schlug und lauthals in das neue Jahr hineinlachte. Sie konnte sich gar nicht beruhigen, bis dann das Lachen urplötzlich erstarb und sie mit einem erschreckten „Oh Gott“ im Innern des Hauses verschwand.
Wie später offiziell (es war nicht zu verhindern) bekannt gegeben wurde, hatte sich meine Großmutter vor Lachen in die Hose gemacht. Für sie also wirklich eine feuchtfröhliche Silvesterfeier.
Für mich war dies ein unvergesslicher Silvesterabend. Doch war ich natürlich nicht der Einzige, dem diese Feier in Erinnerung blieb. Ich weiß nicht, wie oft sich meine Großmutter diese Geschichte jedes Jahr zu Silvester anhören musste.

Ein »FROHES NEUES JAHR 2023«